Drei Gemütliche und unterhaltsame Theaterabende der Labanjer an Pfingsten
Das neue Theaterstück des Theatervereins der Stadt Homberg (Ohm) e.V. „Die Labanjer“ trug den Titel „Schräg“ und im Laufe der Aufführung begegneten den Zuschauern so einige „schräge“ Figuren.
Da war gleich zu Beginn Michel, der Hausfreund der alten Schlossherrin Elfriede. Während sie in der Reha weilt, kümmert er sich weiterhin um das alte Gemäuer, führt mit ihrem Portrait ausgiebige Gespräche, kümmert sich um das Frühstück und die frischen Blumen aus dem Schlossgarten.
Ein Brief von Tante Elfriede bringt Gert und seine Frau Tina dazu, sich von Frankfurt auf den Weg nach Homberg zu machen, um sich das Schloss anzuschauen. Vielleicht bietet es ja eine gute Möglichkeit zu investieren, falls er es erbt. Doch das Schloss erweist sich für die beiden nicht so königlich wie vermutet. Ein Bad sucht Gert vergebens und die Spinnen und der Staub sorgen bei Tina eher für Entsetzen. Und dann diese unheimlichen Geräusche und Situationen. „Gert, da ist doch jemand“, hört man Tina im ersten Akt oft sagen und sie beschließt, ihre Freundin Sandra zur Hilfe zu holen.
Im zweiten Akt wird es noch turbulenter, kommen doch Gerts Tochter Lena und Tinas Sohn Noah zum Schloss und auch Tinas Freundin Sandra lässt nicht lange auf sich warten. Ausgestattet mit wichtigen Kleidungsstücken und Utensilien ihrer verstorbenen Großmutter verwandelt sie sich in Geisterjägerin Kassandra, die fest entschlossen ist, die Geister dieses Schlosses auszutreiben. Mit ihrem Instagram Account nimmt sie ihre Follower auch gleich mit ins Homberger Schloss auf Geisterjagd.
Währenddessen „geistert“ Michel weiter mit seinen Aufgaben durch das Schloss und ruft so den Feuerwehrmann auf den Plan, als er Kassandras Tasche in Brand setzt.
Gert verfolgt währenddessen andere Pläne. Möchte er doch mit der Bürgermeisterin ins Gespräch kommen über das Schloss und auch sie hat schon einen Plan mit dem Magistrat geschmiedet, den sie dem potenziellen neuen Schlossbesitzer geschickt unterbreitet.
Die Kinder hecken derweil ein Plan mit Michel aus, dem sie plötzlich im Schloss begegnen. Mit einigen „schrägen“ Ideen lassen sie Kassandra nun endlich auf Geisterjagd gehen, die dank ihrer neuen Ausrüstung die besonderen Erscheinungen auch filmen kann. Doch spätestens als Gert auftaucht und die Kinder und Michel als Geister enttarnt, merkt auch sie, dass es keine Geister waren, die sie da gefilmt hat.
Enttäuscht packt sie ihre Sachen, um sich wieder auf dem Heimweg zu machen, doch dazu kommt es nicht. Zwischenzeitlich ist nämlich die alte Schlossherrin Elfriede aus der Reha zurück und die hat einen Plan, für den sie Kassandra braucht. Als Social Media affine Geisterjägerin ist sie genau die richtige, um das Schloss als Geisterschloss zu einer Attraktion in Homberg zu machen. Davon ist auch die Bürgermeisterin überzeugt und sie kommt samt Stadtrat Mann zur Unterzeichnung des Vertrags.
Mit großem Beifall honorierten die Zuschauer die Leistung der Laienschauspieler, die das Publikum mit lebendigen Spiel und einigen Witzen sehr gut unterhielten. Besonders die beiden jüngsten Schauspieler, die das erste Mal mit den Labanjern auf der Bühne standen, wurden vom Publikum mit reichlich Applaus für ihre unbeschwerte Darbietung belohnt. Die Spielleiterin Natasha Wilde dankte nicht nur den Schauspielern sondern auch den vielen Helfern, die sich vor und während der Aufführungen um das Stück und die Bewirtung der Gäste kümmerten. In den Pausen zwischen den zwei Akten konnte das Publikum entspannt bei kalten Speisen und Getränken an ihren Tischen sitzen bleiben. Und so klangen die drei Theaterabende in gemütlicher Atmosphäre aus und es blieb noch Zeit zum Gespräch über das von Natasha Wilde entwickelte Stück „Schräg“.
MICHEL - Michael Haumann
KASSANDRA - Yvonne Schabl
GERT - Stefan Schabl
TINA - Tatjana Sych
LENA - Lena Schneider
NOAH - Noah Matteo Liehr
BÜRGERMEISTERIN - Sonja Hiebing
HERR MANN - Patrick Köhler
ELFRIEDE - Maria Kasseckert
IDEE und LEITUNG - Natasha Wilde